Reifendruck Auto messen & Co.

Richtige Reifendruck: Das müssen Sie beachten!

Die Reifen sind die einzigen Fahrzeugteile, die Kontakt zur Fahrbahn haben und den Halt auf der Fahrbahn gewährleisten. Um ihrer Funktion gerecht zu werden, müssen diese in einem einwandfreien Zustand sein. Wichtig dafür ist nicht nur der Reifenwechsel zur Sommer- und Winterzeit, auch der richtige Reifendruck ist von enormer Bedeutung. Was Sie dabei beachten müssen, verraten wir Ihnen in unserem Artikel zum Thema „Reifendruck“.

Neben der Wartung wichtiger Autoteile, wie dem Motor oder den Bremsen, müssen auch die Fahrzeugräder kontrolliert werden. Dazu zählt auch der Reifendruck. Dieser trägt zur Fahrzeugsicherheit bei und beeinflusst

  • den Fahrkomfort 
  • die Bremsen
  • die Fahrstabilität
  • die Kurvenfahrt

Damit diese Fahrzeugleistung nicht nachlässt, sollte der Reifendruck regelmäßig kontrolliert werden.

Reifendruck Auto messen

Der richtige Reifendruck für ein Fahrzeug wird zwischen dem Reifen- und Fahrzeughersteller abgestimmt. Den Wert können Sie der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges, der Tankklappe oder der B-Säule entnehmen.

Luftdruck der Reifen messen: So geht’s!

  1. Lösen Sie die Kappe des Ventils am Reifen.
  2. Drücken Sie das Luftdruckmessgerät gleichmäßig an das Ventil. Erst wenn das Messgerät nicht zischt, ist es dicht und richtig angelegt. Beachten Sie dabei die Anleitung des Messgerätes.
  3. Lesen Sie das Messergebnis ab.
  4. Entspricht der Reifendruck nicht dem vom Fahrzeug- und Reifenhersteller definierten Wert, muss er korrigiert werden.
  5. Bei zu hohem Reifendruck sollten Sie diesen reduzieren, bei zu niedrigem Druck sollte Luft in den Reifen gegeben werden.
  6. Stecken Sie die Kappe wieder auf das Ventil. Dieses verhindert die Verschmutzung des Ventilmechanismus.

Achtung: Transportieren Sie eine schwere Ladung, sollte der Luftdruck der hinteren Reifen etwas höher als vorgegeben sein. Das sorgt für einen Ausgleich des zusätzlichen Gewichtes.

Reifendruck-Kontrollsysteme messen den Reifendruck oder fassen dessen Veränderung über die Zeit auf. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Autolexikon.

Der vorgeschriebene Reifendruck gilt für den kalten Reifen und sollte auch nur in diesem Zustand gemessen und verändert werden. Denn bei einem warm gefahrenen Reifen ist der Druck höher. 

Was passiert, wenn der Reifendruck zu hoch ist?

Mehr ist nicht immer mehr – auch, wenn es um den Reifendruck geht. Denn ein zu hoher Reifendruck führt dazu, dass der Reifen die Fahrbahn nur mit der Mitte der Lauffläche berührt. An dieser Stelle fährt er sich stärker ab und er nutzt sich ungleichmäßig ab. Außerdem zieht ein zu hoher Reifendruck negative Folgen mit sich:

  • Verlängerter Bremsweg durch geringe Aufstandsfläche
  • Abnehmende Kurvenstabilität
  • Härtung des Reifens
  • Geringerer Fahrkomfort

Ein erhöhter Reifendruck von + 0,1 bar bis + 0,2 bar ist unproblematisch und beeinträchtigt nicht die Sicherheit des Fahrzeuges.

Was passiert, wenn der Reifendruck zu niedrig ist?

Beim Luftdruck des Reifens verhält es sich ähnlich wie mit dem Blutdruck: Bei einem zu niedriger Blutdruck fühlt man sich schlapp und die Reaktionsfähigkeit nimmt ab. Das hat zur Folge, dass der Reifen nicht seine volle Leistung erbringen kann. Außerdem wirkt sich ein Minderluftdruck unter anderem negativ auf folgende Faktoren aus:

  • Die Fahrstabilität nimmt ab
  • Der Reifen verliert an Haltbarkeit
  • Der Reifen wird ungleichmäßig abgenutzt
  • Es kommt zu einem höheren Kraftstoffverbrauch
  • Der Bremsweg verlängert sich 

Um keine Risiko einzugehen, sollte der richtige Reifendruck regelmäßig kontrolliert werden.

Minderluftdruck kann zu Schäden im Inneren der Reifen führen. Die Folge können Reifenausfälle oder das Platzen eines Reifens sein. 

Die Anleitung „Reifendruck Auto messen“ finden Sie hier zum Download.

Artikel vom 12.02.2016 aus der Kategorie: Wartung und Verschleiß Quelle: Continental | mein-autolexikon.de

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